Titubanda (ITA)

 Das Bläser- und Perkussionsensemble Titubanda (italienisch „titubare“ = zögern) wurde im Rahmen einer Straßentheatervorstellung im Mai 1998 gegründet.

Zu Beginn war die Titubanda vor allem für ihr Repertoire lateinamerikanischer Musik bekannt. Mit der Zeit gesellten sich Jazz-Klassiker und osteuropäische Stücke hinzu, und die Besetzung wuchs auf die heutige Zahl von 35 Leuten an.

Das Repertoire der in Rom ansässigen Banda gleicht einer musikalischen Reise von Kuba nach Bombay, über den Balkan nach Brooklyn und weiter bis Kairo. Klassiker von Domenico Modugno, King Crimson, Charles Mingus und Khaled werden neu interpretiert und durch Eigenkompositionen ergänzt.

Die Präsenz der Band auf den Straßen und Plätzen von Rom verleiht ihr einen poetischen Einfluss, der im schrillen Missklang zum Rhythmus und den Ängsten einer individualistisch geprägten westlichen Gesellschaft steht. Diese Dissonanz löst direkte Beteiligung aus, indem sie die Tiefen der Seele berührt; sie schafft die Sehnsucht nach Gemeinschaft und das im „normalen“ Alltag unterdrückte Bedürfnis zu feiern.